Modellflug

Wie funktioniert Modellfliegen?

Die Modellfliegerei bietet eine große Vielfalt von Möglichkeiten zur Ausübung des Hobbies.

Die Modellflug-Klassen:
Freiflug
Fesselflug
Fernlenkflug
Vorbildgetreue (Scale)
Raketenmodelle

Wichitg bei alle Klassen ist jedoch, dass alle Modelle, die höher als 30m fliegen können, eine gültige Haftpflichtversicherug benötigen. Alle Landesverbände des Deutschen Aero CLub bieten ihren Mitgliedern einen solchen Versicherungsschutz an.

Freiflug – Nicht nur für Einsteiger! (Klasse F1)

2 BA-UHU Samstag0008Im Freiflug verwirklichte sich der Traum vom Fliegen zuerst und hier hat der Modellflugsport seinen Ursprung. Unabhängig vom Ballast einer Fernsteuerung werden die Modelle auf die Extreme hin entworfen.

Die Chance ist gross, dass auch Sie Ihre ersten Modellbau und -flugerfahrungen mit einfachen, ungelenkten Segelflugmodellen machen oder gemacht haben. Freiflug beinhaltet jedoch einiges mehr, wobei neben Balsa auch moderne Werkstoffe wie Kohlefaser zum Einsatz kommen.

Dass alle Modelle ohne Fernsteuerung auskommen, heisst nicht, dass sie völlig ungelenkt durch die Gegend fliegen. So gibt es unter anderem eine Wettbewerbsklasse für magnetgesteuerte Hangflugmodelle. Und auch auf Motoren muss nicht verzichtet werden. Dafür gibt es internationale Wettbewerbsklassen für Modelle mit Gummi-, Verbrennungs oder C02-Motor. Und wer es etwas kleiner mag: Auch Saalflugmodelle werden bis auf Weltmeisterschaftsniveau geflogen! Saalflugmodelle (Klasse F1D) von 1 Gramm Gewicht fliegen fast eine Stunde lang – ein aufgedrehter Gummifaden gibt seine Kraft an eine Luftschraube ab. Dagegen jagen 750 g schwere Motormodelle senkrecht in den Himmel, gehen nach fünf Sekunden in den Gleitflug über und segeln langsam und majestätisch in der Thermik. Gleich, ob mit Gummi- (Klasse F1B) oder Verbrennungsmotor (Klasse F1C) angetrieben, ob als Segler mit der Hochstartleine (F1A) oder am Hang aus der Hand (Klasse F1E) gestartet, immer geht es um die Flugzeit als entscheidendes Kriterium.

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Fesselflug, der Kreisflug – ohne Funk und doch gesteuert (Klasse F2)

Die Kategorie Kreisflug geht auf jene Zeiten zurück, zu denen noch niemand von Fernsteuerungen zu träumen wagte. Der technische Ansatz: Motorgetriebene Flugmodelle bewegen sich, durch Steuerleinen gehalten, auf einer Kreisbahn um den sich mitdrehenden Piloten. Dieser steuert über die Steuerleinen in erster Linie das Höhenruder, bei vorbildgetreuen Modellen auch weitere Funktionen. Anhand dieser, von 16 bis 21,5 Meter langen Stahllitzen, steuert der Pilot mit einem Handgriff sein motorgetriebenes Modell im Kreis. Die bis zu 300 Stundenkilometer schnellen Flitzer verlangen Feingefühl und blitzschnelle Reaktion. Je nach Flugaufgabe (Geschwindigkeit – Klasse F2A, Kunstflug – Klasse F2B, Mannschaftsrennen – Klasse F2C, Fuchsjagd – Klasse F2D oder Scale – Klasse F4B) haben die Fesselflieger ihre ganz speziellen Sportgeräte entwickelt.

Fernlenkflug – ob mit oder ohne Motor (Klasse F3)

Je nach Flugaufgabe werden Flugmodelle mit oder ohne Antrieb von ihren Piloten über eine RC-Anlage durch das Flugprogramm gesteuert. Kunstflug mit Verbrennungs- oder Elektro-Motormodellen (Klassen F3A, F5A) und das FAI-Programm für Modellhubschrauber (Klasse F3C) verlangen einen hohen Trainingsaufwand, präzises Steuern und sehr sicheres Augenmaß. In den Segelflugklassen F3B und F3J entwickeln die Piloten besonderes Gespür für thermische Aufwinde und sensibles Fliegen mit sparsamen Steuerimpulsen. Spitzengeschwindigkeiten von über 150 Stundenkilometern verlangen ein sehr hohes Reaktionsvermögen. Geht es um exakte Wenden bei den F3B-Strecken- und Speedaufgaben mit, müssen sie zusätzlich sehr schnell reagieren – wie die Piloten in der Klasse F5B (elektrogetriebene Segler). Die Klassen F3D und F5D sind reine Rennklassen, in denen Verbrenner- bzw. elektrogetriebene Funktionsmodelle ein vorgeschriebenes Dreieck in kürzester Zeit mehrfach umfliegen müssen. Geschwindigkeiten zwischen 250 und 300 Stundenkilometer bedingen einen kühlen Kopf und Superreaktionen!

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Raketenmodelle – die jüngste Klasse (Klasse S)

Diese Modellflugklasse ist noch relativ jung. Das Bauen und Fliegen von Modellraketen hat sich ausgehend von den USA weltweit zu einem Sport für Jung und Alt entwickelt. Dank standardmässig angebotenen Feststofftreibsätzen und strengen Auflagen an die verwendeten Werkstoffe hat diese Form der Modellfliegerei mit gefährlichen pyrotechnischen Experimenten nicht das geringste zu tun.Unter Raketenflugmodellen versteht man freifliegende oder ferngelenkte Flugmodelle bis zu einem Gesamtgewicht von 1000 Gramm, die entgegen der Erdanziehungskraft ohne Ausnutzung aerodynamischer Auftriebskräfte in den Flugraum aufsteigen, vorwiegend aus nichtmetallischen Bauteilen hergestellt sind, durch einen Raketenmotor angetrieben werden und eine Einrichtung besitzen, mit deren Hilfe das Modell so sicher zur Erde zurückkehrt, dass es erneut gestartet werden kann.Bausätze und Zubehör für ein- oder mehrstufige Raketen bis hin zu ferngelenkten Raketengleitern finden sich in gut sortierten Modellbaufachgeschäften. Erreichte Höhe oder Flugdauer sind die Maßstäbe bei Wettbewerben in dieser Klasse.

Scale – die vorbildgetreuen Modelle (Klasse F4)

Wer das Handwerkliche liebt, der findet im verkleinerten und flugtüchtigen Nachbau von real existierenden Flugzeugen eine Vielzahl von Herausforderungen, angefangen von der Recherche, über den Bau bis hin zum Finish der Oberfläche.

Ganz anders als in den bisher vorgestellten Klassen messen sich hier vorbildgetreue Flugzeugmodelle im Wettbewerb. Sie müssen in den Abmessungen exakt maßstabsgetreu sein und in den Details, dem Ausbau des Cockpits, der Farbgebung etc. genau dem Vorbild entsprechen. Die vom Piloten selbst zu erbauenden Flugzeugmodelle sollen darüber hinaus in Geschwindigkeit und Flugverhalten dem Original gleichen.

Offizielle Weltmeisterschaften werden für ferngesteuerte Motormodelle, für Kreisflugmodelle und für Helikopter durchgeführt. Zusätzlich gibt es spezielle Anlässe für ferngesteuerte Jet-Modelle und für masstabsgetreue Grosssegler.

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